Geschichte

„ [...] Mitten im Chaos des Kriegsendes formierten sich Kräfte und Erwartungen, deren Dynamik auch die Gründung unseres Unternehmens am   1. September 1945 durch den Werkzeugmacher­meister Georg Martin zur Folge hatte. 

Innerhalb weniger Wachstumsjahre führte der Weg aus gemieteten Räumen und Einrichtungen in die Eigenständigkeit, von Dietesheim bei Mühlheim über Offenbach nach Dietzenbach, dem heuti­gen Sitz des Unternehmens. Im Gleichklang hierzu entwickelten sich die Verbindungen zu Kunden und die Palette der Produkte.

Wichtige Impulse brachte der Kunden­kontakt aus dem Bereich der Warenautomaten, später die Zusammenarbeit mit Druckmaschi­nenherstellern, insbesondere für Bogendruck­maschinen. Hinzu kamen europaweite Verbin­dungen in die gesamte Industrie mit unseren Zwischenlagen-Produkten, sowie die Vergabe einer Produktionslizenz nach Japan.

Eine solide Kompetenz in Sachen Stanztechnik war das Startkapital unseres Betriebes. Es umfasste Konstruktion, Werkzeugbau und Fertigung. Wir ste­hen damit in einer Tradition, die in ihren hand­werklichen Anfängen bis in die frühe Geschichte zurückgeht. Erfahrung und Wissen in dieser Disziplin gilt uns auch heute noch als Schatz, an dessen Mehrung mit Umsicht gearbeitet wird. Sicher haben sich die Möglichkeiten der Bearbei­tung in einer fabelhaften Weise geändert, an den Grundlagen des Schneidens und Umformens ist jedoch nicht zu rütteln. So stellt sich uns die stanz­technische Fertigung als ein Thema mit Variatio­nen dar, deren Ende nicht absehbar ist.

Um diesen Kernbereich gruppieren sich weitere Bearbeitungen. Die Verwirklichung unserer Ideen bei der Entwicklung und Teilegestaltung erfordern eine entsprechende Schweiß- und Zerspantech­nik, abgestimmt auf die Besonderheiten unserer Blechteile. Viele der wesentlichen Fertigungsein­richtungen liegen deshalb außerhalb des Standards und konnten nur in Zusammenarbeit mit unseren Maschinenlieferanten, Dienstleistern und durch eigene Herstellung als Sondereinrich­tungen konzipiert und ausgeführt werden.

Damit war es für uns auch naheliegend, die Fertigung von Zwischenlagen auf stanztechni­schem Weg zu realisieren: Beginnend mit der Materialdicke von fünfundzwanzig tausendstel Millimeter und der Bestellmenge ein Stück, bis zu gängigen Materialdicken und Jahresmengen von einigen hunderttausend Stück. Für die Vermarktung dieser Produkte wurde europaweit ein entsprechendes Vertriebsnetz aufgebaut. [...]“

Auszug aus der Rede von Herbert Martin anlässlich des Firmenjubiläums, 1995.